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Die Welt, März 1994

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Hansa, 1993

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GKSS, Vortrag, 1992

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Pacific SST, 1997

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Pacon, ITLOS, 1997

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Peace to Ocean, 1996

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Sea Law Inst., 1994

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Peace to Ocean, 1994

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LOS, 1994

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LOS, 1993

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Climate, GKSS, 1992

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Nature, Letter, 1992

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Zu stupid, um eine Klimaänderung und 
den 2.WK zu verhindern? 
Das Meer macht das Klima.

(Seite 1 und 2)
und
J. Ergebis (Seite 157/8)

A. Ein- und Anleitung zum Klimamachen
A1. Der Zweite Weltkrieg und die Kälte

  Der Zweite Weltkrieg steht für Horror pur: Für den Wahnsinn der kriminellen Nazi-Regierung und für den einzigen Klimawandel in den letzten 150 Jahren. Die drei Kriegswinter 1939/40, 1940/41 und 1941/42 markieren den Wechsel von einer warmen in eine kalte Periode. In den Regionen der intensivsten Seekriegsaktivitäten ab dem 1. September 1939, der Ostsee, der Nordsee und den Seegebieten rund um England, brachten sie die kältesten Winter seit 100 Jahren hervor.  Dies betraf nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten und dritten Kriegswinter.  Nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor wurde aus dem regionalen Seekrieg ein globaler, der bis zum Kriegsende 1945 andauerte. Synchron mit dem 2. Weltkrieg etablierte sich eine globale Abkühlung, die über drei Dekaden hinweg bis in die 1970er Jahre anhielt.  

  Schon die klimatische Besonderheit des ersten Kriegswinters 1939/40 wurde von Zeitzeugen aus dem Fach Meteorologie mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Seit dem 19. Jahrhundert waren die Winter zunehmend milder ausgefallen. Der Engländer A. J. Drummond schrieb 1942, dass der Beginn einer Serie von drei kalten Wintern sehr überraschend gewesen sei, da seit langem der Eindruck bestanden habe, die ‘old-fashioned winters’ seien für immer passé. Der Schwede G. H. Liljequist stellte 1943 fest, dass eine solche Serie von drei kalten Wintern hintereinander in Stockholm noch nie beobachtet wurde, während der Deutsche M. Rodewald 1948 auf die sich immer stärker ausprägende‚  ‘säkulare Wärmewelle’ seit dem 19.Jahrhundert verweist, die so plötzlich durch drei aufeinander folgende schwere Winter unterbrochen worden sei. Einen Zusammenhang mit dem Seekrieg erkannten jedoch weder diese Experten noch die ihnen nachfolgenden Expertengenerationen. Die größte Klimaveränderung seit dem Ende der Kleinen Eiszeit, ihr Auftakt im Winter 1939/40 und die nachfolgende dreißigjährige Abkühlungsperiode, sind noch heute ein Rätsel für die Klimawissenschaft.

Abb. A-1; Berlin Tempelhof, T°C ab 1880

Abb. A-2; Stockholm, T°C ab 1880

Dabei gibt es jede Menge Anzeichen für einen Zusammenhang zwischen dem Seekrieg und den drei extremen Kriegswintern. Beobachtungen von Regen, Wind und Temperaturen, sowie vom Verlauf der Eisbildung in der Ostsee geben deutliche Hinweise. Es kam zur ersten Vollvereisung seit 1883 und die Temperaturen stürzten dort besonders tief, wo auch der Seekrieg am intensivsten geführt wurde. Der „Seekriegseffekt“ ist im Winter deutlicher zu erkennen, da die Meere und Seen nördlich des Englischen Kanals dann keine Energie speichern, sondern nur noch an die Atmosphäre abgeben. Der Einfluss der Sonne ist also gering, der der Meere dagegen groß. 

Eigentlich müssten die Auswirkungen der Meeresnutzung auf Wetter und Klima längst erforscht sein. Eine gründliche Analyse der Wirkung der beiden Seekriege des 1. & 2. Weltkrieges hätte dazu wichtige Erkenntnisse beitragen können. Es stehen nicht nur die meteorologischen Daten der drei Extremwinter 1939/40 bis 1941/42 und der vier Jahre Seekrieg im Atlantik und Pazifik zur Verfügung, sondern es gibt auch Vergleichsmöglichkeiten mit dem 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918. Es kann nicht sein, dass die Klimawissenschaft Beobachtungen, die schon vor 70 Jahren gemacht wurden, ignoriert. Hier zwei Beispiele: 

__Drummond (1943): „Seit Beginn der vergleichenden Beobachtungen im Jahr 1871 hat es nur drei aufeinanderfolgende Winter gegeben (1939/1940, 1940/1941 und 1941/1942), die so schneereich waren wie diese, nämlich 1915/1916, 1916/1917 und 1917/1918“.
__C. J. Östmann (1941): „Äußerst selten sind zwei schwere Eiswinter unmittelbar aufeinander gefolgt
seit dem Jahr 1870, als die regelmäßigen Eisbeobachtungen in Schweden begannen. Außer bei den beiden letzten Wintern -1939/40 und 1940/41- ist dies nur noch 1915/16 und 1916/17 der Fall.“ 

Was hätte Herr Östmann gesagt, wenn er für den schwedischen Wetterdienst auch den nächsten Bericht, nämlich über den Eiswinter 1941/42, geschrieben hätte? Das übernahm der bereits genannte G. H. Liljequist, der feststellte, dass der dritte Kriegswinter noch kälter war als die vorausgegangenen beiden; für Stockholm gar der kälteste seit 1756. Dies könnte mit „Barbarossa“, dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941, in Zusammenhang stehen. Dort kämpften die deutsche Kriegsmarine und die sowjetische Baltische Flotte um die Vorherrschaft, was zu einer hohen Belastung der östlichen Ostsee führte. Erst Anfang 1942 unterband die Vereisung der Ostsee weitere Kämpfe auf See.

Fakten und Zusammenhänge gibt es also reichlich: Die ersten drei Extremwinter in Europa, die drei Dekaden andauernde globale Abkühlung nach Pearl Harbor u. v. m.  Hier soll keine Seekriegsgeschichte geschrieben, sondern nachgewiesen werden, dass die Ozeane und Meere der Schlüssel zum Verständnis des Klimas und zur Minimierung anthropogener Klimaveränderung sind. Wenn bereits vier Monate Seekrieg (vom 1. September bis 31. Dezember 1939) reichen, um einen Extremwinter zu verursachen, dann ist dies ein deutliches Zeichen und sollte zu gründlichen Nachforschungen motivieren. Die Allgemeinheit hat einen Anspruch auf Aufklärung und jedes Recht, diese von der Wissenschaft, wie der Staatengemeinschaft einzufordern, denn:  

  Klima ist die Fortsetzung der Meere mit anderen Mitteln.

 

Im nächsten Abschnitt (A2) werden die Temperatur-Trends von 1880 bis 2005

in europäischen Ländern präsentiert. 
__In West- Europa fallen die Temperaturen von 1940 bis 1970;
__In Zentral-Europa sind sie neutral oder steigen seit 1880
ununterbrochen.

Abbildung: A-3a

J. Ergebnis

  Die Klimaforschung schert es nicht: Der Zusammenhang zwischen zwei Seekriegen und zwei Klimaveränderungen innerhalb von 25 Jahren ist nicht erforscht. Das kann nicht wahr sein, mögen einige Leser sagen.  Doch, das ist die Sachlage. Die Klimawissenschaft weiß bis heute nicht, dass die zwei Weltkriege die beiden einzigen Klimaänderungen in der  sich erwärmenden Welt seit 150 Jahren maßgeblich mit beeinflusst haben. Schon den Meteorologen der Kriegsgeneration stand nichts im Wege, diesen Zusammenhang zu kennen. Hätten sie mit der Intensität vor Klimaänderungen gewarnt, wie ihre Enkel es heute mit dem „Treibhauseffekt“ tun, wäre sogar die Verhinderung oder wenigstens Eingrenzung der Weltkriegsaktivitäten denkbar gewesen. Sie taten es nicht, und diese Inkompetenz rechtfertigt die Frage: War die Meteorologie zu stupid in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts? 

  Die Wirkung eines Seekrieges nachzuweisen, ist dann nicht schwierig, wenn man die Meere als dominanten Klimafaktor anerkennt und sich bei der Untersuchung auf die Winterperioden während der Weltkriege beschränkt. In Europa gab es eine Reihe von Rekordwintern. Die sich an die Kriege anschließenden Klimaänderungen, die starke Erwärmungsphase (1919-1939) und die Abkühlphase (1940 bis ca.1975), sind den Seekriegen zumindest partiell zuzurechnen. Die Ausgangspunkte für die Seekriegsthese sind jedoch die drei extrem kalten Kriegswinter 1939/40, 1940/41 und 1941/42 in Europa. Hätte es sie ohne den Seekrieg gegeben? Nein! Um dies nachzuweisen, verwendet die Untersuchung darauf mehr als vierfünftel der Ausarbeitung. Dies gelingt überzeugend. Die drei Extremwinter sind anthropogen und maritimen Ursprungs. Dies rechtfertigt, einen Zusammenhang mit den langfristigen Änderungen herzustellen, der bis zum Beweis des Gegenteils zu berücksichtigen ist, weil andere Erklärungsversuche weitaus schlechtere Optionen anbieten. 

Bewiesen wird der Seekriegseinfluss auf die Lufttemperaturen über Europa. Dazu konnte umfangreiches Material bereit gestellt werden. Besonders hilfreich erweisen sich die Temperaturkarten der NASA, von denen viele in Farbe reproduziert sind. Aus ihnen kann man unschwer entnehmen: Die Welt war warm, nur Europa fror. Es wird nachgewiesen, dass sich ein Kältekorridor von der Westküste Englands, über die Nord- und Ostsee Richtung Ural erstreckt. Das gilt für alle drei Winter, wird aber besonders herausgearbeitet für den ersten Kriegswinter 1939/40. Dieser Winter kam für die Zeitgenossen völlig überraschend und die Abweichungen beziehen sich auf Beobachtungsperioden ohne Eingriffe in die Meeresumwelt. Der Nachweis wird auch anhand der Seevereisung in Nord- und Ostsee geführt. In der Ostsee kam es zur ersten Vollvereisung seit 1883. Sensationell wird es, wenn man Lufttemperaturen und Seevereisung der drei Kriegswinter addiert und nach Vergleichsperioden sucht. Sie gibt es praktisch nicht, und ihr Nichtvorhandensein bestätigt die Seekriegsthese nachhaltig. Dass es bei diesen drei Extremwintern blieb und sich in den verbleibenden drei Kriegswinter bis 1945 nicht wiederholte, erklärt sich aus der Tatsache, dass der Seekrieg nach dem Überfall auf Pearl Harbor im Dezember 1941 eine globale Dimension bekam und viele Seekriegsaktivitäten im Atlantik und im Pazifik stattfanden.   

  Mit der Verlagerung des Seekrieges aus Europa in die Weltmeere der nördlichen Halbkugel verfestigte sich die globale Abkühlung, die, bedingt durch die extremen Kriegswinter, statistisch im Winter 1939/40 begann. Im Atlantik wird die Wende in den Temperaturdaten an vielen Stationen erkennbar. In einer jüngeren Untersuchung wird von Thompson (et al., 2010) nur eine Spätphase der globalen Abkühlung  um 1970 niedrigen Wassertemperaturen von 0,3°C im Nordatlantik zugerechnet. Auf die Mitwirkung, die der Seekrieg auf den Atlantik über fünf Kriegsjahre hinweg gehabt hat, gehen die Autoren mit keinem Wort ein. Sie ignorieren, wie andere Klimawissenschaftler auch, die Rolle des Atlantiks für den Wechsel in eine Kaltphase ab 1940. Auch im nördlichen Pazifik  kam es zu einer abrupten Änderung der Oberflächentemperaturen, nachdem westlich von Hawaii der Pazifikkrieg (12/1941-08/1945) eine gewaltige Dimension annahm. Ein Wechsel, der durch die  Anordnung von Warm- und Kaltwassergebieten als  „Pazifische Dekaden Oszillation“ beschrieben wird, begann 1943. Da sich dieses Phänomen nur zwei Mal im letzten Jahrhundert zeigte, ist dies ein Indiz für einen  Beitrag des Pazifikkrieges. Dies wird untermauert durch den sehr kalten Winter 1944/45 in Japan und die Temperaturen in den folgenden Sommermonaten, als sich die Seekriegsaktivitäten auf den westlichen Pazifik konzentrierten. 

  Diese Entwicklungen, von Anfang bis Ende des Zweiten Weltkrieges, hätte eine kompetente Meteorologie voraussehen können, hätte sie es je unternommen, die Wetter- und Klimaentwicklung während des Ersten Weltkrieges zu analysieren. Spätestens als bekannt wurde, dass ab 1918/19 die Wintertemperaturen auf Spitzbergen rasant angestiegen, war es an der Zeit, die Wirkung des vorangegangenen Seekrieges auf die Wetterbedingungen in Europa, auf die Seegebiete in Westeuropa und deren Verbindung über den Norwegen- und dem Westspitzbergenstrom mit der Arktis in den Fokus der Klimaforschung zu bringen. Aber weder eine exzeptionelle Schneehäufigkeit in England in drei aufeinanderfolgenden Wintern,  noch die ansteigende Seeeisausdehnung in der Ostsee, noch der kalte Winter in Westeuropa 1916/17, noch die außergewöhnliche Vereisung im Nordmeer im Sommer 1917 wurden von der  Klimaforschung in Erwägung gezogen. Wie kann man verstehen, dass große Seekriege als anthropogener Faktor für Klimaveränderungen ignoriert werden? Damit versäumten die Meteorologen, sich die Kompetenz zu verschaffen, mit der sie vor den Folgen eines weiteren Weltkrieges hätten warnen können.  Die Folgen sind mit dem Wort ‚tragisch’ nur ungenügend beschrieben. 

  Die Tragik besteht fort, denn selbst nach 90 bzw. 70 Jahren ist keine der angesprochenen Fragen von der Klimaforschung aufgegriffen und beantwortet worden. Stattdessen wird Politik und Öffentlichkeit suggeriert, dass man das Klimasystem und anthropogene Einflüsse, mit Hinweis auf den Treibhauseffekt, verstehe. Das ist objektiv unverantwortlich, solange man die Wetter-  und Klimaänderung, die im Zuge der beiden Weltkriege beobachtet werden konnten, weder diskutiert, noch erklärt, noch beweist.  Die Ergebnisse würden die Dominanz der Meere im Wetter- und Klimasystem deutlich unterstreichen. Man muss wohl von Ignoranz oder einem Mangel an Professionalität sprechen, wenn man daran erinnert, was der Ozeanograph H.U. Sverdrup im Jahr 1942 der Meteorologie vorgehalten hat: 

"Eine Schlussfolgerung, die davon ausgeht, dass die
Meereszirkulation und das Vorhandensein von Temperaturen
und Salzgehalt in den Ozeanen durch atmosphärische
Prozesse bedingt werden, ist falsch. Die Energie,
die zum Erhalt der atmosphärische Zirkulation nötig
ist, wird zu einem großen Teil von den Ozeanen geliefert.“

 

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Letzter Beitrag:

Klimaforschung mit Winter 1941/42 leicht gemacht.

28 Juli 2011; http://www.ozeanklima.de/Archiv/juli_11.html

   

Das Buch  
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Seiten 188, 
14 Farbtafeln; Preisempfehlung: 
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Gliederung

Einleitung
A1
A2
A3
Drei Kaltwinter
B
Winter 1939/40
C1
C2
C3
C4
C5
C6
C7
C8
C9

Winter 1940/41
D

Winter 1941/42
E1
E2
E3
E4
E5
E6

El Niño
F

Abkühlung 1940 bis 1970, Nordatlantik
G1
G2
G3

Beitrag Pazifikkrieg
H

Erwärmung der Arktis
Spur zum 1.WK
I

Ergebnis  - J-

Literaturverz. - K-

Index-Bildnachweis -L- 

 


Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt


ISBN 9783842365063
17 cm x 22 cm


Seiten 188,; 
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Weltkugelfoto von der Nasa

  

 

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329 pages ISBN 1-4120-7665-x;

                            

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